Knürr GmbH

Die Ära digitaler Leitstellen im Schienenverkehr

Rail Traffic im Wandel: Denken Stellwerke – und Arbeitsplätze mit?
Die Digitalisierung der Schiene verändert nicht nur Systeme, sondern auch die Anforderungen an den Menschen im Zentrum: den Fahrdienstleiter. Mit steigender Komplexität, wachsender Informationsdichte und zentralisierten Leitstellen wird der Arbeitsplatz zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Sicherheit und Effizienz.

Mario Einkammerer
CDO - Chief Design Officer

Wenn Stellwerke denken lernen: Die Ära digitaler Leitstellen im Schienenverkehr

Knürr Leitstandskonsolen setzen genau hier an – als integrierte, ergonomische Systemlösung, die Mensch, Technik und Betriebssicherheit optimal verbindet. Wie moderne Arbeitsplatzkonzepte diese Transformation unterstützen, zeigt unser aktueller INSIGHTS-Newsletter.

Die Schieneninfrastruktur in Europa steht vor einem fundamentalen Wandel. Digitalisierung, Automatisierung und die Zentralisierung von Stellwerksfunktionen verändern die Art, wie Netze gesteuert, überwacht und gesichert werden — mit wachsender Geschwindigkeit und steigendem Anspruch an jede einzelne Komponente im System.

Inmitten dieser technologischen Transformation steht eine Konstante: der Fahrdienstleiter. Es ist der Mensch, der im Ernstfall entscheidet, der Anomalien bewertet, der Situationen einschätzt, die kein Algorithmus vollständig abbilden kann.
Die Digitalisierung der Stellwerkstechnik verändert seine Arbeit grundlegend — sie wird komplexer, informationsdichter und anspruchsvoller. Gleichzeitig wächst die Verantwortung, die jeder einzelne Arbeitsplatz trägt.
Genau hier setzt Knürr an.
Als Spezialist für integrierte 24/7-Arbeitsplatzlösungen in sicherheitskritischen Umgebungen begleiten wir Infrastrukturbetreiber, Planer und Betreiber dabei, diese Transformation technisch wie ergonomisch zu meistern.

Dieser Newsletter beleuchtet die zentralen Herausforderungen und zeigt, wie zukunftsfähige Leitstellenarbeitsplätze heute bereits Realität werden.

Wachsende Komplexität im ESTW- und DSTW-Umfeld

Elektronische Stellwerke (ESTW) sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil moderner Eisenbahninfrastruktur. Doch mit der Einführung digitaler Stellwerke (DSTW) — in Deutschland etwa im Rahmen der Digitalen Schiene Deutschland der DB InfraGO — tritt die Branche in eine neue Phase ein. Funktionen, die bislang dezentral und physisch verteilt waren, werden softwarebasiert zentralisiert.
Ein einziger Leitstellenarbeitsplatz kann künftig Streckenabschnitte verantworten, die früher ein ganzes Netz von Örtlichkeiten erfordert hätten.

Diese Zentralisierung bringt gewaltige Effizienzgewinne — aber auch eine Konzentration von Verantwortung, die neue Anforderungen an Technik, Ergonomie und Systemzuverlässigkeit stellt. Die Frage lautet nicht mehr nur: Wie steuern wir ein Stellwerk? Sondern: Wie gestalten wir den Arbeitsplatz, von dem aus ein Mensch ein ganzes Streckennetz sicher und effizient überwacht?


Steigende Informationsdichte: Was der Fahrdienstleiter heute leisten muss

Der moderne Fahrdienstleiter arbeitet an einem Knotenpunkt von Informationsströmen. Zuglagen, Signalzustände, Weichenstellungen, Zugmeldungen, Notfall- und Störmeldungen — all das läuft in Echtzeit zusammen und muss verarbeitet, priorisiert und bewertet werden. In einer zentralisierten DSTW-Umgebung multipliziert sich diese Informationsdichte: Statt eines überschaubaren Streckenabschnitts verantwortet der Disponant potenziell ein ganzes Netzgebiet.

Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel. Erfahrene Fahrdienstleiter gehen in Rente, die Ausbildung neuer Kräfte dauert Jahre. Die Systeme müssen deshalb intuitiver, übersichtlicher und weniger fehleranfällig werden — nicht als Ersatz für menschliches Urteilsvermögen, sondern als Verstärkung davon. Der Arbeitsplatz selbst wird zur Schnittstelle zwischen Mensch und System — und damit zum kritischen Erfolgsfaktor.

Ergonomie ist Betriebssicherheit

In Kontrollräumen und Leitstellen, die rund um die Uhr in Schichtbetrieb arbeiten, ist Ergonomie kein Komfortmerkmal — sie ist eine operative Notwendigkeit. Fehlhaltungen, mangelnde Sichtachsen, unkontrollierte Wärmeentwicklung durch Technikkomponenten und schlechte Beleuchtung erzeugen Ermüdung, die in sicherheitskritischen Systemen nicht toleriert werden kann.
Moderne ESTW- und DSTW-Arbeitsplätze müssen deshalb höhenverstellbar, individuell anpassbar und für lange Schichten konzipiert sein. Monitorarme, Displaykonfigurationen, Arbeitsflächen und die Integration von Technikkomponenten — all das muss als Einheit gedacht werden. Knürr entwickelt Lösungen, die exakt diese Anforderung in den Mittelpunkt stellen: der Fahrdienstleitertisch nicht als Möbelstück, sondern als ergonomisches Führungssystem.


Die Schnittstelle zwischen IT, Leit- und Sicherungstechnik

In modernen Leitstellen konvergieren Welten, die traditionell streng getrennt waren: IT-Infrastruktur, Leit- und Sicherungstechnik sowie klassische Büro- und Kommunikationslösungen. Diese Konvergenz ist gewollt — sie ermöglicht eine effizientere Systemintegration — schafft aber auch neue Herausforderungen für Planung, Wartung und Betrieb.
KVM-Switching-Technologien erlauben es, verschiedene Systeme über einen einzigen Arbeitsplatz zu bedienen, ohne physische Gerätewechsel. Integrierte Stromversorgung mit unterbrechungsfreier Speisung, strukturierte Verkabelung und thermisches Management der Arbeitsplatztechnik sind keine Details, sondern Grundvoraussetzungen für einen reibungslosen 24/7-Betrieb. Knürr bietet hierfür durchgängige Systemlösungen, die von der Technikintegration bis zur Verkabelungsführung alles aus einer Hand umfassen.


Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit: Der Maßstab des 24/7-Betriebs

Eisenbahninfrastruktur kennt keine Wartungsfenster im klassischen Sinne. Leitstellen müssen rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, ohne Unterbrechung verfügbar sein. Das bedeutet: Jede Komponente im Arbeitsplatzsystem — von der Stromversorgung über die Kühlungstechnik bis zum Monitor — muss diesem Anspruch genügen. Redundanzen sind keine Komfortfunktion, sondern systemische Pflicht.
Modulare Systemarchitekturen, wie sie Knürr entwickelt, ermöglichen es, einzelne Komponenten zu tauschen oder zu erweitern, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. So lässt sich der Arbeitsplatz weiterentwickeln, ohne dass der Disponant seinen Platz verlassen muss — ein entscheidender Vorteil in einer Branche, in der Ausfallzeiten direkte sicherheitsrelevante Konsequenzen haben können.

Integrierte Arbeitsplatzlösungen — vom Konzept bis zum laufenden Betrieb

Knürr verbindet jahrzehntelange Expertise im Bereich sicherheitskritischer 24/7-Leitstellen mit einem klaren Verständnis für die spezifischen Anforderungen des Bahnbetriebs. Fahrdienstleitertische und ESTW-Arbeitsplätze von Knürr sind keine Standardprodukte — sie sind durchdachte Systemlösungen, die Technik, Ergonomie und Betriebssicherheit vereinen.

Die Integration von KVM-Technik, strukturierter Stromversorgung, Monitoring-Systemen und ergonomisch optimierten Arbeitsflächen erfolgt bei Knürr nicht additiv, sondern systemisch: Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt, zertifiziert und für den Dauerbetrieb ausgelegt. Das reduziert Schnittstellenrisiken, vereinfacht die Instandhaltung und erhöht die Gesamtverfügbarkeit des Systems.

Für den Schichtbetrieb bedeutet das konkret: stufenlos höhenverstellbare Tische, die sich mit einem Handgriff individuell einstellen lassen; Displaylösungen, die jede Lichtbedingung berücksichtigen; und eine Wärme- und Lärmmanagement-Konzeption, die Ablenkung und Ermüdung minimiert.
Zukunftssicherheit ist dabei kein Versprechen, sondern eine architektonische Entscheidung: Modulare Plattformen erlauben es, neue Technologien zu integrieren, ohne den Arbeitsplatz grundlegend erneuern zu müssen.

Knürr begleitet Infrastrukturbetreiber und Planer bereits in der Konzeptionsphase. 
Von der Bedarfsanalyse über die Integration in bestehende Leitstellenarchitekturen bis zur Inbetriebnahme und darüber hinaus. Denn die Digitalisierung der Schiene ist kein einmaliges Projekt. Sie ist ein laufender Prozess — und der Arbeitsplatz muss mitwachsen.

Knürr — Intelligent Workspace Solutions für sicherheitskritische Umgebungen.

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