Industry, Human-Centered Control Rooms Warum der Mensch im Leitstand wieder im Mittelpunkt steht

Human-Centered Control Rooms in der Praxis –
Integrierte Kontrollraumlösungen von KNÜRR

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Monat für Sie im Fokus im

Knürr Newsletter – INSIGHTS: Industry, Human-Centered Control Rooms

In dieser Ausgabe zeigen wir, warum Human-Centered Control Rooms zu einem zentralen Erfolgsfaktor moderner Industrieanlagen werden – und welche Rolle intelligente Infrastruktur und ergonomische Arbeitsplatzlösungen dabei spielen.

Trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage der Industrie in Deutschland lohnt ein differenzierter Blick:

Gerade spezialisierte und innovationsgetriebene Bereiche – etwa in der Spezialchemie- oder Prozessindustrie – zeigen, dass der Standort Deutschland weiterhin Potenzial hat.

Mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung steigen auch die Anforderungen an Industrieleitstände. Tausende Datenpunkte müssen überwacht, bewertet und in Sekundenbruchteilen in Entscheidungen übersetzt werden.

Dabei wird immer deutlicher: Der entscheidende Faktor im Leitstand bleibt der Mensch.

Human-Centered Control Rooms – Warum der Mensch im Leitstand wieder im Mittelpunkt steht

In modernen Industrieanlagen laufen heute tausende Datenpunkte gleichzeitig zusammen: Sensorwerte, Produktionsparameter, Alarme und Analysen. Für Leitstand-Operatoren bedeutet das oft eine enorme Informationsflut.
Während Automatisierung und Digitalisierung immer weiter voranschreiten, zeigt sich eine wichtige Erkenntnis: Der entscheidende Faktor im Leitstand ist weiterhin der Mensch.

Deshalb gewinnt ein Ansatz zunehmend an Bedeutung – Human-Centered Control Room Design. Dabei wird der Leitstand nicht mehr primär um die Technologie herum gestaltet, sondern um die Fähigkeiten, Bedürfnisse und Grenzen der Menschen, die ihn bedienen.

Warum Human-Centered Design im Leitstand wichtig ist

In vielen traditionellen Leitständen sind Interfaces überladen: zahlreiche Dashboards, blinkende Alarme und komplexe Diagramme konkurrieren um Aufmerksamkeit. In kritischen Situationen kann das zu einer kognitiven Überlastung führen.
Human-Centered Design verfolgt deshalb mehrere Ziele:

  • Reduzierung von Informationsüberlastung

  • Verbesserung der Situational Awareness

  • schnellere Entscheidungsfindung

  • geringere Fehlerquote in kritischen Situationen

Ein zentraler Bestandteil ist die Gestaltung der Human-Machine Interfaces (HMI). Moderne Leitstände setzen verstärkt auf klare Informationshierarchien, reduzierte Farbpaletten und intuitive Visualisierungen. Wichtig ist dabei, dass Operatoren auf einen Blick erkennen können, was im Prozess wirklich relevant ist.

Beispiel aus der Industrie: Collaborative Control Rooms

Ein praktisches Beispiel für Human-Centered Leitstände stellen Collaborative Control Rooms dar, diese sind speziell für Industrie- und Energieunternehmen entwickelt worden.
Das Konzept basiert auf drei zentralen Designprinzipien:

  1. Ergonomisches Raumdesign – Arbeitsplätze, Monitore und Großbildwände werden so angeordnet, dass Operatoren eine optimale Sicht auf kritische Informationen haben.

  2. Informationshierarchie – Großbildanzeigen zeigen den Gesamtstatus der Anlage, während Detailinformationen an individuellen Arbeitsplätzen verfügbar sind.

  3. Teamorientiertes Arbeiten – Der Leitstand wird als kollaborativer Raum gestaltet, in dem mehrere Spezialisten gemeinsam Entscheidungen treffen können.

Dieses Design verbessert nachweislich die Situational Awareness und reduziert Reaktionszeiten bei Störungen.

Aktuelle Forschung: Human-Centered Industrie im Zeitalter von Industry 5.0

Auch die Forschung unterstreicht diesen Trend. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 im International Journal of Advanced Manufacturing Technology beschreibt den Übergang von der automatisierungsgetriebenen Industrie 4.0 hin zu einer human-zentrierten Industrie 5.0.

Während Industrie 4.0 vor allem auf Automatisierung und Effizienz ausgerichtet war, verfolgt Industry 5.0 einen Ansatz, bei dem Technologien die Fähigkeiten des Menschen gezielt erweitern. Dazu gehören unter anderem:

  • KI-gestützte Produktions-Dashboards

  • digitale Zwillinge von Anlagen

  • immersive Trainingsplattformen (AR/VR)

  • kollaborative Mensch-Maschine-Systeme

In einer untersuchten Smart Factory führte diese Kombination aus Technologie und human-zentriertem Design zu:

  • 22 % weniger Ausfallzeiten

  • 14 % bessere Produktionsplanung

  • deutlich höherer Mitarbeiterbeteiligung an Verbesserungsprozessen

Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass technologische Innovation besonders dann wirksam ist, wenn sie konsequent auf die Bedürfnisse der Menschen im Leitstand abgestimmt wird.

Human-Centered Control Rooms in der Praxis – Integrierte Kontrollraumlösungen von KNÜRR

Damit Human-Centered Leitstandkonzepte in der Praxis funktionieren, braucht es eine Infrastruktur, die Ergonomie, Technik und Systemintegration miteinander verbindet.
Mit der Ergocontrol OPX bietet Knürr eine speziell für Leitstände entwickelte Konsolenplattform, die Arbeitsplatz, Großbildwand und KVM-System zu einer integrierten Lösung verbindet.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Zentrale Anmeldung per Keycard – sicherer und schneller Zugriff auf Systeme

  • Individuelle Ergonomie-Presets – Arbeitsplätze passen sich automatisch an den jeweiligen Operator an

  • Flexible Einsatzmöglichkeiten – als Einzelarbeitsplatz oder in vernetzten Kontrollräumen

  • Modulare Erweiterbarkeit – das System wächst mit den Anforderungen des Leitstands

Der Ansatz von Knürr geht dabei über einzelne Produkte hinaus.
Die Lösungen verbinden:

  • die OPX-Konsolenplattform als zentrales Bedieninterface,

  • eine integrierte KVM-Architektur zur Steuerung aller Visualisierungen,

  • Watchdog-Monitoring zur Überwachung der Energieversorgung

  • sowie CEC-Infrastrukturkonzepte zur Alarmierung und weiterer individueller Routinen

zu einer robusten und skalierbaren Gesamtlösung für industrielle Leitstände.
Dadurch entsteht eine Leitstandumgebung, die sowohl technologisch leistungsfähig als auch ergonomisch optimiert ist – ein zentraler Baustein für moderne Human-Centered Control Rooms.

Die Zukunft des Leitstands

Mit der zunehmenden Digitalisierung entstehen neue Möglichkeiten für Human-Centered Control Rooms. KI-gestützte Analysen, adaptive Benutzeroberflächen und digitale Zwillinge könnten Leitstände künftig noch stärker unterstützen.
Doch trotz aller technologischen Fortschritte bleibt eine Erkenntnis bestehen:

Ein erfolgreicher Leitstand ist nicht nur eine Frage der Technik – sondern vor allem eine Frage des Designs für den Menschen.

Unternehmen, die Human-Centered Design konsequent umsetzen, können nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch Effizienz, Entscheidungsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit deutlich verbessern.


Vielen Dank für Ihr Interesse an Knürr INSIGHTS.
Dieser Newsletter ist in Zusammenarbeit von Hendrik Thiem (Verticalspezialist Industry) und Marie-Theres Danner entstanden – mit dem Anspruch, praxisnahe Impulse und fundiertes Fachwissen rund um moderne Leitstellen- und Kontrollraumlösungen zu bündeln.
 

In der nächsten Ausgabe widmen wir uns dem Thema Rail Traffic und beleuchten, welche besonderen Anforderungen dort an Verfügbarkeit, Ergonomie und Systemintegration gestellt werden.


Bis zur nächsten Ausgabe!

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